Wir gehören zu den 90 Prozent der deutschen Eltern, die den Popo unseres Nachwuchs‘ mit Einwegwindeln trocken legen. Jetzt, da Töchterchen ein ganz frisches Exemplar trägt und friedlich auf meinem Bauch schlummert, könnte ich mich eigentlich mal ganz dem Thema Windeln widmen – statistisch, nicht philosophisch.
Mehr als 6.000 Windeln verbrauchen Eltern im Schnitt, bis ihr Kind mit durchschnittlich zweieinhalb Jahren trocken ist. Vielleicht wären es weniger, wenn man das maximale Fassungsvermögen immer ganz ausreizen würde. 400 Milliliter Flüssigkeit, also etwa ein schönes großes Latte Macchiato Glas voll, passt wohl rein. Klar, dass ich mal wieder in Latte Macchiato umrechne…! Was passiert, wenn’s mehr Flüssigkeit wird, haben wir erlebt, als Sohnemann sich in der Sauna samt Windel in eine gefüllte Wanne für das Fußbad gesetzt hatte. Die Windel ist einfach geplatzt und überall kullerten gelartige Kügelchen herum.
Wenn man davon ausgeht, dass das Wickeln im Schnitt fünf Minuten dauert, verbringen Eltern knapp drei Wochen mit dem Wickeln ihres Kindes. Na gut, da gibt es zeitaufwändigere Dinge. Ich möchte nicht ausrechnen, wie lange ich beim Stillen „festsitze“.
Je nachdem, welche Größen und Marken im Einkaufswagen landen, schleppen Eltern ungefähr 220 Kilo Windeln nach Hause. Natürlich gibt es längst elegantere Methoden, nämlich einfach Windeln online zu bestellen. Bis zum Trockenwerden kostet uns das Trockenlegen im Schnitt etwas mehr als 800 Euro. Das klingt zu viel? Wenn man, wie die Zeitschrift Öko-Test mal ermittelt hat, für Markenwindeln durchschnittlich 1.190 Euro und für günstige Windeln 537 Euro zugrunde legt, kommen nach zweieinhalb Jahren um die 863,50 Euro zusammen.
Ich werde das unseren Sprösslingen natürlich nicht vorrechnen. Vielleicht fordere ich später einmal, wenn wir alt und knittrig sind und die Rentenkasse leer ist, ein Teil des Betrages wieder ein. Arbeitsstunden nicht mitgerechnet!
Quelle: Eltern.de