Und ewig lockt Paris! Ja, auch ich würde jederzeit wieder nach Paris fahren (oder diesmal fliegen), denn diese Stadt hat mich und Kind 1.0 selbst im Januar in ihren Bann gezogen. Nachzulesen in meinem Erfahrungsbericht Paris mit Kindern entdecken: 5 Gründe, das auch im Winter zu tun. Neulich wurde ich gefragt, wo wir denn eigentlich untergebracht waren. Ob ich möglicherweise in einem Familienhotel war, das ich für einen Parisbesuch mit Kindern empfehlen kann. Vorweg: Ja, unser Hotel, das Mövenpick Hotel Paris Neuilly kann ich durchaus empfehlen, obwohl es eigentlich kein Familienhotel ist und genau genommen schon gar nicht mehr in Paris liegt.
Auf dem Weg zu einem familienfreundlichen Hotel
Nach unseren guten Erfahrungen mit dem Mövenpick Hotel in Hamburg hatte ich mich bewusst nach einem Mövenpick Hotel in Paris umgesehen, schon allein, weil die Frühstücksbuffets dieser Hotelkette eine Reise wert sind. Ich bin ausgesprochener Frühstücksfan und kann mit einem Minimalfrühstück a la Croissant und Kaffee nichts anfangen. Maximal als Überbrückung am frühen Morgen bis zum richtigen Frühstück.
Von außen hat das Hotel ein schweres Erbe angetreten, denn das einstige Courtyard Hotel will sich äußerlich nicht so recht in die wirklich zeigende Wohngegend von Neuilly-sur-Seine einfügen. Hübsche Wohnhäuser mit prächtigen Vorgärten hinter schmiedeeisernen Zäunen sieht man auf dem Weg von der Metro-Station der Linie 1 (die Kind 1.0 begeisterte, weil sie voll automatisiert ohne Führerkabine auskommt). Nur wenige Minuten entfernt gibt es ein schönes öffentliches Schwimmbad und in Nullkommanix ist man in der Pariser Innenstadt.

Hinter der Drehtür erwartete uns dann aber eine absolute Überraschung aus stilvollem Design, die sofort die etwas schrabbelige Fassade vergessen lässt. Gegenüber der Rezeption durfte Kind 1.0 erst einmal lümmeln, während ich eincheckte. Gleich um die Ecke ist der Business-Corner. Den lernte ich zu schätzen, als ich das Ticket für den Nachtzug nicht mehr fand, aber im Zimmer ein Kärtchen entdeckte. Gäste können Dokumente direkt vom Zimmer aus drucken und mit einem Zugangscode beim Drucker im Business-Corner abholen. Das Hotel hat einen liebevoll begrünten Innenhof, dessen Terrasse wir erwartungsgemäß im Januar nicht nutzen konnten.

Unser Zimmer lag in einer bereits renovierten Etage und war mehr als geräumig. Im Wohnbereich gab es eine Schlafcouch und ich wurde gefragt, ob diese für meinen Sohn als Bett hergerichtet werden soll. Doch der sprang schon auf dem großen Doppelbett herum und verkündete, er würde auf der linken Seite schlafen und hätte außerdem zu Hause auch gern so einen großen Fernseher gegenüber vom Bett. Während ich noch einen Schnappschuss von den Macarons machte, um sie gleich darauf zu verputzen, rief er plötzlich: „Guck mal, hier ist eine Dusche für ganz Kleine. Direkt neben dem Klo!“ Frankreich eben. ;-)

Am Abend stand für uns ein kleiner Snack bereit, der mich aber stutzig werden ließ, denn für mich gab es eine kleine Flasche Rotwein zum Knabbergebäck. Eigentlich war mein Schwangerschaftsbauch doch mittlerweile nicht mehr zu übersehen. Oder nehmen es die Franzosen mit dem Alkohol in der Schwangerschaft nicht so genau? Ganz typisch für eine Schwangere konnte ich (wie nicht anders erwartet) beim Frühstück für zwei essen. Am Sonntag wurde am Ende der Frühstückszeit extrem pünktlich abgeräumt. Beim Check out sahen wir auch, warum. In der Lobby standen schon viele Familien, die offenbar für den Sonntagsbrunch ab 12 Uhr gekommen waren, wenn er auch preislich weit über dem liegt, was man hier in Berlin zahlen würde.

Vielleicht haben ist das Hotel also in einem echten Geheimtipp für Familien? Ich denke, das Hotel ist auf einem guten Weg. Vielleicht ließe sich bei der Renovierung direkt noch eine Kinderspielecke einrichten, damit die Eltern noch ein wenig länger frühstücken können. Das wäre quasi mein Geheimtipp ans Hotel. Ach ja, und natürlich für Schwangere statt Rotwein lieber Traubensaft.
Wir werden aber definitiv noch einmal als Familie nach Paris reisen. Dann vielleicht auch mit einem Abstecher nach Disneyland Paris. Aber selbst ohne Disneyland, gibt es noch viel, was man in Paris entdecken kann, weswegen ich einige schöne Links zum Weiterlesen zusammen getragen habe:
Lesenswerte Blogbeiträge, wie man Paris mit Kindern entdecken kann
Da unser verlängertes Wochenende keineswegs den Anspruch erhebt, das Thema Paris mit Kindern vollumfänglich erfasst zu haben, möchte ich sehr lesenswerte Beiträge auf anderen Blogs mit euch teilen.
- Kathrins Beitrag auf dem Fashionblog(!) Two for Fashion, wie sie als Mutter mit zwei Kleinkindern schöne Orte in Paris entdeckt hat und in Wort, Bild, Ton und sogar mit einer Karte teilt.
- Auf Okkas Blog SLOMO findet man zum Thema Paris mit Kindern neben schönen Fotos eine Zusammenstellung von lohnenswerten Adressen fürs Spielen und Einkaufen (und Links zu noch mehr Artikeln…)
- Denise möchte als deutsche Bloggerin mit Pariser Adresse vor allem Touristen mit ihren vielen Fragen helfen. Sie hat dem Thema Paris mit Kindern deshalb eine ganze Kategorie auf ihrem Blog gewidmet.
Noch mehr interessante Beiträge und Reiseberichte von Reisen nach Paris mit Kind
- Schon etwas älter, aber deswegen nicht weniger lesenswert ist ein Reisebericht vom Parisurlaub mit zwei Jungen im Vorschulalter auf FAZ.NET
- Erst fand ich die Zeitschrift im Nachtzug nach Paris, dann habe ich den schönen Artikel auf der dazugehörigen Homepage von Verträglich Reisen entdeckt.
- Auch die offizielle Homepage ParisInfo.com hat viele lohnenswerte Tipps parat, wie man Paris mit der Familie entdecken kann.
- Ein Parisaufenthalt und zwar als Familienreise lieferte den Stoff für die Titelgeschichte des Berliner HIMBEER Magazins. In einem weiteren Artikel gibt es zudem noch viele Paris-Infos für Familien.
- Auf Eltern.de ist zu lesen, dass man Kinder gar nicht früh genug an Paris, die schönste Stadt der Welt gewöhnen kann und die passenden Vorschläge gibt es zum Glück gleich dazu.
Dieser Beitrag ist Teil meines Familienreiseblogs. Für meine Reisen arbeite ich auch mit touristischen Partnern zusammen. Hier erfährst du mehr über mich als Reisebloggerin und meine Reiseartikel.
Hallo Sophie,
Glückwunsch zu diesem schönen Artikel und danke für die Hotelempfehlung, hört sich gut an!